WIE ALLES BEGANN...

Nachdem ich fast 10 Jahre hauptsächlich zuhause bei meinen drei Kindern war, begann ich vor etwa zwei Jahren im Bereich Soziale Medien zu arbeiten. Somit habe ich mich schon von Berufswegen mit Facebook, Instagram & co. beschäftigt. Ich muss allerdings sagen, dass ich ab und zu auch gerne im Privaten in den bunten Bilderwelten von Instagram oder Pinterest abtauche.


Letzten Sommer war ich mit drei Freundinnen - auch alle Mütter - auf einem Mädelswochenende und das Gespräch kam auf Social Media. Schnell war klar, dass wir vier und auch weitere Bekannte ganz unterschiedlich mit dem Thema umgehen.


Zum Einen werden die Sozialen Medien im Beruflichen genutzt, bzw. müssen da genutzt werden. Klar, XING und Linked-In haben ihren festen Platz in der Arbeitswelt. Im Privaten gibt es allerdings verschiedene Abstufungen: manche sind bei Facebook total aktiv, posten aus jedem Urlaub Fotos und halten jeden ob man will oder nicht auf dem Laufenden, wie sich das goldige Kind denn gerade so entwickelt. Im Kontrast dazu sagte meine Freundin Anna, dass sie sich in den Sozialen Medien überhaupt nicht auskenne, auch gar keinen Account bei irgendeiner Plattform hätte und das alles auch gar nicht wolle und doof fände.


Ich muss gestehen, ich kann das schon verstehen - trotz meines Berufes. Vielleicht auch gerade deswegen. Ich habe noch nie auch nur ein einziges Kinderfoto gepostet. Geschweige denn mein Essen fotografiert und das Bild - selbstverständlich retuschiert und optimiert - danach online gestellt. Ich sehe darin für mich auch gar keinen Sinn. ABER: ich merke, dass das eben die Lebenswelt unserer Kinder ist. Und sein wird. Wir können uns auf den Kopf stellen und mit den Füßen wackeln - die Sozialen Medien gehen nicht mehr weg. Unsere Kinder wachsen damit auf. Und wenn wir am Leben unserer Kinder teilhaben wollen, müssen wir uns mit ihren Themen - und somit mit Social Media - befassen und auseinandersetzen. Nur so können wir sie verstehen, begleiten, beraten, gegebenenfalls korrigieren und ihnen helfend zur Seite stehen.


Somit war die Idee zu #handyeltern geboren. Wir möchten Eltern helfen, sich in einem Teil der Lebenswelt ihrer Kinder zurechtzufinden. Und vielleicht entdecken einige ja auch, dass das Ganze nicht nur einfach schlimm und der Grund allen Übels ist, sondern dass Social Media - richtig dosiert - auch Erwachsenen Spaß machen oder einen Nutzen bringen kann.

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